Was sind eigentlich „selbsternannte Lebensschützer“? Immer wieder werden Lebensrechtler in den Medien so bezeichnet. Aktuell in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 27.1.2015, der den ÖDP-Politiker Markus Hollemann aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Lebensrechtsorganisation persönlich diffamiert und ihm beruflich schwer geschadet hat.

Niemand käme auf die Idee von „selbsternannten Tierschützern“ oder „selbsternannten Umweltschützern“ zu sprechen. Warum also „selbsternannte Lebensschützer“?

Jemand, der sich selbst ernennt, gilt als Hochstapler, als Wichtigtuer und muß wohl irgendwie verschroben sein. Jedenfalls nicht ernstzunehmend.

Die Bezeichnung „selbsternannte Lebensrechtler“ wirkt daher erniedrigend und verletzend. Sie trifft Menschen, die sich ohne Aussicht auf öffentliche Wertschätzung um die schwächsten ihrer Mitbürger kümmern: um Kinder, vom Moment der Zeugung an, und ihre Mütter, die unter den Folgen von Abtreibung oft ein Leben lang leiden und nicht selten zur Abtreibung gedrängt werden.

Totschlag-Wörter wie „radikal“, „ultrakonservativ“, „fundamentalistisch“ oder eben „selbsternannt“ haben in der Berichterstattung nichts verloren. Dies sind Wertungen, die allenfalls in einen Kommentar einfließen dürften. Und selbst da müßten sie mit gesicherten Fakten belegt und begründet werden.

Ein Bericht ist dann journalistisch einwandfrei, wenn man aus ihm die persönliche Haltung des Journalisten nicht ersehen kann. Wer als Journalist Partei ergreifen will, kann einen Kommentar schreiben - gegebenenfalls einen geharnischten. Kommentar ist Meinung. Berichte sollen hingegen objektiv und ausgewogen sein. Berichterstattung und Kommentar zu vermengen, ist die Todsünde eines Journalisten. Dadurch mutiert der Journalist zum Ideologen. Der Leser wird nicht mehr durch sachliche Information zur Meinungsbildung befähigt, sondern er soll gesteuert (manipuliert) werden. Das ist wider den journalistischen Berufsethos.

Der zunehmende Vertrauensverlust gegenüber Journalisten hat hier seine wesentliche Ursache. Manipulativ handelnde Journalisten schädigen langfristig auch das Ansehen ihrer seriösen Kollegen. Dem sollte dringend Einhalt geboten werden, denn eine starke Presse ist für eine Demokratie lebensnotwendig. Stark bleiben kann aber nur eine glaubwürdige Presse.


 

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Der Durchblick e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Verkündigung des katholischen Glaubens sowie für das Lebensrecht einsetzt.

 

Zitat des Moments

»Diese Giga-Moscheen, die ja gebaut werden, sind meiner Meinung nach – und nicht nur meiner Meinung nach, sondern ein großer Teil der deutschen Bevölkerung hat ganz klar erkannt, was die wahre Absicht ist, nämlich ein Machtanspruch, es ist eine Kriegserklärung, es ist eine Landnahme auf fremdem Territorium.«

Der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Ralph Giordano gegenüber dem »deutschlandradio« am 04.10.2007