Am Samstag, 18. April startet in Hamburg die bundesweite diesjährige „Woche für das Leben“ mit dem Thema „Sterben in Würde“. Seit mehr als 20 Jahren versucht diese von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland getragene Initiative, einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens zu leisten. Menschen in Kirche und Gesellschaft sollen für die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit menschlichen Lebens in allen seinen Phasen sensibilisiert werden. Der Schutz ungeborenen Lebens, der Umgang mit kranken, behinderten und pflegebedürftigen Menschen bis hin zur Wertschätzung des Lebens im Alter sind ebenso im Fokus wie Fragen der Bioethik, Bewahrung der Schöpfung oder der Schutz von Ehe und Familie. Jedes Jahr finden besonders in der „Woche für das Leben“ zahlreiche Veranstaltungen zu diesen Themen statt.


Für Lebensrechtler besorgniserregende Entwicklungen jüngster Zeit, wie die Rezeptfreiheit der Pille danach, der neue Bluttest zur Früherkennung von Down-Syndrom in der Pränataldiagnostik, sowie die derzeitige erneute Debatte um Sterbehilfe zeigen, wie notwendig hier Aufklärung ist. Die politische und gesellschaftliche Entwicklung offenbart dringenden Nachholbedarf an Beispielen, wie wirklicher Dienst am Menschen ausschaut. Begleitung von Menschen am Lebensende in ihren Ängsten und Nöten muß Vorrang haben vor Hilfe zur Selbsttötung. Den Ungeborenen eine Stimme geben und Müttern im Schwangerschaftskonflikt echte Hilfe gewähren, muß wichtiger sein, als einen schnellen Zugang zur Abtreibung zu ermöglichen.
Kirchen, Verbände und Lebensrechtsbewegungen versuchen besonders in der Woche vom 18. – 25. April 2015 mit Fachvorträgen, Gebetsketten, Aushängen und verschiedensten Aktionen auf solche Brennpunktthemen des Menschseins aufmerksam zu machen.
Gleichzeitig erleben wir in diesen Tagen eine heftige und emotionale Diskussion die Weltreligionen betreffend. Über Chancen und Gefahren der zunehmenden Islamisierung Europas wird beraten und auch gestritten. Die Woche für das Leben böte eine Gelegenheit, den Blick auf ein gemeinsames Anliegen zu richten. In der Frage des Lebensschutzes sind sich Moslems und Christen recht nahe. Dieses Thema wäre eine Chance zur Zusammenarbeit, zur handfesten Ökumene, die dem Schutz der Schwächsten unserer Gesellschaft dienen würde, ob alt und gebrechlich oder noch ungeboren, ob gesund oder krank, behindert, pflegebedürftig, unabhängig von Religion oder Hautfarbe. Der Mensch als Mensch, wie Gott ihn geschaffen hat. Die Schöpfung, wie Gott sie uns anvertraut hat. Machen wir diese Aufgabe zu unserem gemeinsamen Anliegen. Nicht nur in der Woche für das Leben, sondern Tag für Tag.


 

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Der Durchblick e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Verkündigung des katholischen Glaubens sowie für das Lebensrecht einsetzt.

 

Zitat des Moments

»Ja, sie haben die Schwelle niedrig gelegt. [...] Viele Kirchen sind ja nur noch Sozialhilfestationen oder Bühnen, wo man Lieder mit Klampfe spielt, die man auch in jedem Pfadfinderverein finden kann. Es ist sehr viel an Geheimnis und an Respekt verloren gegangen.«

Matthias Matussek, Publizist, in »Cicero«, Januar 2009