Passauer Kathedrale, Foto: Richard White / Flickr.com / CC BY NC ND 2.0Mit einem scharfen Statement hat der Passauer Bischof Stefan Oster auf einen Beschluss des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK) reagiert. Das ZdK hatte in einem auf seiner Vollversammlung in Würzburg verabschiedeten Papier zur anstehenden Bischofssynode im Herbst die Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie von Partnerschaften Geschiedener gefordert. Diesen Beschluss könne er nicht nachvollziehen, schrieb Oster in einem ausführlichen Facebook-Post

 

Es würde "eine dramatische Veränderung von Vielem bisher Gültigen im Blick auf die Themen Ehe und Sexualität" bedeuten, würde die Kirche auf die ZdK-Forderung eingehen. Er habe Verständnis, wenn sich viele Katholiken nicht mehr vom ZdK vertreten fühlten, wenn es solche Forderungen aufstellt, so Oster. Das ZdK würde damit auch die Tendenz zur Lagerbildung in der Kirche forcieren.

In einem Kommentar auf dem offiziellen Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz verteidigte dessen Redakteur Felix Neumann die ZdK-Beschlüsse u.a. mit dem Hinweis, der "geistliche Assistent" des ZdK, Bischof Gebhard Fürst, habe kein Veto dagegen eingelegt. 

Daraufhin warf Roland Noé, der Chefredakteur des katholischen Nachrichtenportals kath.net, Neumann vor, mit der Lehre der Kirche "nichts am Hut" zu haben. Noé warf auch die Frage auf, wie sich Katholiken gegen die Verwendung ihrer Steuergelder für derlei Lehramtswidriges wehen könnten.

Das ZdK erwiderte die Kritik Osters mit im Wesentlichen den gleichen Worten und Forderungen, welche die Kritik auch ausgelöst hatten. ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper plädierte zudem für eine umfassende Debatte zu Fragen von Ehe und Familie im Vorfeld der Bischofssynode. 

Derweil haben katholische Blogger die "Aktion Gänsefüßchen" gestartet.
Um eine spürbare Distanzierung vom ZdK sichtbar werden zu lassen, werben sie dafür, in sozialen Netzwerken und Blogs den Namen des ZdK nur noch in Gänsefüßchen zu verwenden. 


 

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Zitat des Moments

»Jedes Mal, wenn wir die Eucharistie zelebrieren, erleben wir das Kalvarienopfer von neuem und feiern es als den Moment unserer Erlösung.«

Der Sekretär der Gottesdienstkongregation, Malcolm Ranjith, in einem Interview mit »Inside the Vatican«, Februar 2007