Patrick Sensburg, Foto: Patrick SensburgDie CDU-Abgeordneten Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Beihilfe zur Selbsttötung ausnahmslos unter Strafe stellen will. Dieser entspricht dem christlichen Tötungsverbot in hervorragender Weise und orientiert sich an ähnlichen Regelungen in anderen Ländern, u.a. in Österreich. Das Portal der Deutschen Bischofskonferenz hingegen lobt einen anderen Entwurf, einen, der für Suizid-Beihilfen viele Hintertürchen offen hält.

 

Der Entwurf einer Gruppe um Michael Brand (CDU), der auch Kerstin Griese (SPD), Elisabeth Scharfenberg (Grüne) und Halina Wawzyniak (Linke) angehören, wurde am 9. Juni vorgestellt. Dieser Entwurf wird nach Angaben der Gruppe auch von Unionsfraktionschef Volker Kauder und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (beide CDU) unterstützt. Das Problem des Brand-Gesetzes liegt darin, dass es lediglich organisierte, auf Wiederholung ausgelegte Mitwirkung am Suizid verbieten will. "Einmalige" Beihilfen von Angehörigen oder "Nahestehenden" sollen aber straffrei bleiben. Ärzte oder Pfleger können laut diesem Gesetzentwurf eindeutig zu den "nahestehenden" Personen dazugehören.

Während das Portal der Deutschen Bischofskonferenz diesen zweifelhaften Brand-Entwurf lobt, bezeichnet es den konsequent auf der Linie der katholischen Lehre liegenden Entwurf von Sensburg und Dörflinger als "streng". Damit weicht "katholisch.de" nur um eine Nuance von der Sprachregelung der Befürworter einer liberalen Regelung ab, die von einem "radikaleren" Entwurf und von einem "Radikalen CDU-Vorstoß" sprechen.

Der Medizinethiker Prof. Dr. med. Axel W. Bauer lobt hingegen den Entwurf von Sensburg und Dörflinger. Beide Abgeordnete verwiesen zu Recht darauf, dass eine Ausnahmeregelung für den durch Angehörige und Ärzte assistierten Suizid einen völlig neuartigen Erwartungs- und Entscheidungshorizont am Lebensende eröffnen würde.


 

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Zitat des Moments

»Irgendwann werden wir – vielleicht nicht in zehn Jahren, aber in 20, 30, 40, vielleicht 50 Jahren – von einer christlich-jüdisch-islamischen Kultur in Deutschland sprechen.«

Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, zit. nach »Die Tagespost«, 09.10.2010.