Sleeping baby with mosquito, Bild: Wellcome Images / Flickr.com / CC BY NC ND 2.0

Die Berichterstattung über das Zika-Virus in Lateinamerika legt Schlüsse nahe, die durch die Faktenlage nicht gedeckt sind. Im Jahr 2015 haben sich zwischen 400.000 und 1,5 Millionen Brasilianer mit dem Zika-Virus infiziert. In der Regel verläuft eine solche Infektion harmlos. Nun steht aber der Verdacht im Raum, dass eine Zika-Infektion bei Schwangeren zur Schädigung des ungeborenen Kindes führen kann.

In Brasilien hatte es eine Häufung von Neugeborenen mit kleinen Köpfen (Mikrozephalie) in stark von Zika betroffenen Gebieten gegeben. Diese Häufung ist aber in erster Linie auf eine im Oktober 2015 von Brasilien eingeführte Meldepflicht für Fälle von Mikrozephalie bei Neugeborenen zurückzuführen. Die Meldepflicht führte zu einem starken Anstieg der Mikrozephalie-Verdachtsmeldungen auf 4.783 Fälle bis Ende Januar 2016. Bis Anfang März 2016 konnte allerdings nur bei 641 von diesen Verdachtsmeldungen bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um Mikrozephalie-Fälle handelt. Bei diesen 641 Mikrozephalie-Fällen konnte wiederum nur in 82 Fällen nachgewiesen werden, dass sich die Mütter zuvor mit Zika angesteckt hatten. 

Der abschließende Beweis, dass es überhaupt einen kausalen Zusammenhang zwischen einer Zika-Infektion der Mutter und einer Schädigung des Kindes gibt, steht nach wie vor noch aus (Stand 16.03.2016). Zu dieser schmalen Fakten-Basis steht die Panikmache um das Zika-Virus in keinem Verhältnis, die in Brasilien nun zu zahlreichen "Panik-Abtreibungen" durch verunsicherte Schwangere geführt hat. 

Der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga kritisierte in diesem Zusammenhang die Praxis, den Schwangeren im Falle einer Zika-Infektion zu einer sogenannten „therapeutischen Abtreibung“ zu raten. Einen Anteil an der Panikmache hat der durch die Ausrufung des globalen Gesundheitsnotstands durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgelöste Medien-Hype um das Zika-Virus.

Lobby-Organisationen und die UNO erhöhen den Druck auf die lateinamerikanischen Länder, die eugenische Indikation für eine Abtreibung einzuführen und Gesetze zur Abtreibung zu liberalisieren. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra'ad Al Hussein forderte die Regierungen dazu auf, sogenannte „sichere Abtreibungen“ als Gesundheitsmaßnahme zu ermöglichen. Die Organisation Planned Parenthood startete mit Hinweis auf das Zika-Virus eine Pro-Abtreibungs-Kampagne. Planned Parenthood ist der größte Anbieter von Abtreibungen in den USA und setzt sich weltweit für die Liberalisierung der Gesetzgebung zur Abtreibung ein.

 

Quellen: 

http://www.imabe.org/index.php?id=2263

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zika-virus-82-mikrozephalie-faelle-nach-infektion-bestaetigt-a-1080226.html

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/66057


 

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Zitat des Moments

»In diesem Priester-Jahr, das wir begehen, ermahne ich die Priester, vor allem die Seelsorger, selbst als erste ein tief sakramentales Leben zu führen, um den Gläubigen eine Hilfe zu sein. Die Feier der Sakramente soll von Würde und Schönheit geprägt sein, die persönliche Sammlung und die gemeinschaftliche Teilnahme, den Sinn für die Gegenwart Gottes und den missionarischen Eifer fördern.«

Papst Benedikt XVI. in der Generalaudienz vom 30.12.2009