Die nackte Wahrheit

Das Grabtuch von Turin – die bedeutendste Reliquie der Christenheit

von Paul Badde

 

Was ist Wahrheit? Auf diese Frage hat Jesus von Nazareth vor Pilatus nur noch geschwiegen. Klüger sind wir bis heute nicht geworden.

Daß etwa das Turiner Grabtuch eine Fälschung ist, hat sich unter Atheisten herumgesprochen. Denn was könnte das lange Laken mit dem schattenhaften Bild eines schwer verletzten toten Mannes auch anders sein als das raffinierte Täuschungsobjekt einer Jahrtausende alten Betrugs- und Verschwörungsgeschichte der katholischen Kirche?

 

Diener aus königlichem Geschlecht

Der heilige Josef: Ehemann Mariens, Nährvater Christi, Patron der Kirche

von P. Dr. Josef Seanner


Im Advent begegnen wir mehreren großen Gestalten, die uns helfen können, das Grundereignis der Weltgeschichte, die Menschwerdung des Sohnes Gottes, tiefer zu verstehen. Ganz herausragend ist die Rolle der Jungfrau von Nazareth, die durch ihr Ja, das sie stellvertretend für die ganze Menschheit zu Gottes Erlösungsplan gesprochen hatte, zur Mutter Christi, zur Gehilfin des Erlösers und zum Urbild der Kirche geworden ist.

Dämonen als geistige Führer

Reiki - esoterischer Trend und mit dem Christentum nicht vereinbar

von Monika Dörflinger

 

Alternative Heilmethoden, Massagen, Entspannungs- und Wohlfühltechniken fernöstlichen Ursprungs feiern seit Jahrzehnten einen gigantischen Siegeszug in Europa. Für Yoga, Reiki, Shiatsu, Zen und Ähnliches hat sich bei uns ein riesiger Markt entwickelt: professionelle Anbieter, Volkshochschulen, ja selbst kirchliche Einrichtungen bieten solche Methoden an.

Sind diese Dinge nützlich und gesundheitsfördernd? Harmlose Spinnereien? Oder gar gefährlich? Wie soll man als Christ damit umgehen? Der »Durchblick « wird sich in den nächsten Ausgaben mit diesen Fragen beschäftigen.

Mit Monika Dörflinger haben wir eine Expertin auf diesem Gebiet als Autorin gewinnen können. Frau Dörflinger ist überzeugte Christin, und hat sich als examinierte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin jahrelang mit der Thematik auseinandergesetzt.

Zum Auftakt setzt sie sich mit Reiki auseinander.

 

Reiki ist »in«. Vor allem in unserer Welt, die in Anonymität und Hektik zu ersticken droht, scheint diese Therapieform des sanften Handauflegens und der Ruhe eine willkommene Abwechslung zu sein.

 

Diese Methode, Heilung per Handauflegung zu erlangen, stammt aus Japan und hat unsere westliche Welt geradezu überrollt. Überall werden Kurse in Reiki angeboten, selbst von ansonsten christlichen Veranstaltern.

 

Ins Leben gerufen wurde Reiki, was aus dem Japanischen übersetzt so viel wie »göttliche Energie« heißt, von einem Mönch, der an der christlichen Klosterschule von Kyoto unterrichtete. Dieser Mönch wollte ursprünglich unbedingt die Kraft finden, mit der Jesus geheilt hat, und diese sich dienstbar machen (vgl. die Geschichte mit Simon in Apg 8,9ff).

Gegenwind in der Presse

Warum sind so viele gegen den Papst?

von Peter Winnemöller

 

Dagegen ist immer gut. So könnte man eine Maxime der öffentlichen Meinung in unserer Zeit in einen Satz fassen. Wenn es um die Kirche geht, gar noch den Papst, dann wird es geradezu zur Pflichtübung. So steht Papst Benedikt ebenso wie seine Vorgänger häufig im Kreuzfeuer der bürgerlichen Medien. In den Mittelpunkt der Kritik rücken zumeist Nebensächlichkeiten. Insbesondere Fragen der Moral – oder was man dafür hält – stehen im Fokus. Im April 2005 waren wir noch Papst. Es brach ein kurzer Jubel aus, der schnell verebbte. Spätestens mit der Regensburger Vorlesung war das öffentliche Kuscheln mit Papst Benedikt vorbei.

Maria, die Knotenlöserin

Ein Andachtsbild der Muttergottes lehrt uns, wie Maria handelt und wirkt

von Pater Herbert King (Schönstatt)

 

In einer Kirche in Augsburg steht ein Bild mit dem Namen »Maria Knotenlöserin «. Maria wird dort mit einem langen Seil voller Knoten dargestellt. Einen davon löst sie gerade auf.

 

Eine Kopie dieses Bildes kam durch den heutigen Kardinal von Buenos Aires, Jorge Mario Berdoglio SJ, nach Argentinien und hat dort eine ungeahnte Wirkung ausgelöst.

 

Jeden Achten des Monats (Tag der erbsündenlosen Empfängnis Marias) stehen die Leute stundenlang Schlange, um zu ihrem Bild zu gelangen und Maria zu grüßen. Maria-Desatanudos heißt sie, ein nicht ganz leichtes Wort, aber so sind eben die Knoten.

 

Auch das deutsche Wort wird benutzt: La Knotenlöserin. Dieses ist natürlich noch komplizierter und insofern auch dem Bild entsprechender. Man konnte sogar in der Frankfurter Allgemeinen einen Beitrag zur Wirkung der »knotenlösenden Jungfrau aus Deutschland« finden (Josef Oehrlein, 4. Mai 2001, S.9). Schön, daß Deutschland auch so etwas exportiert.

 Opfern - was ist das?

von P. Johannes M. Ziegler SJM

 

Inga bog um die Straßenecke. Gott sei Dank, die St. Paulus-Kirche war offen! Inga hatte ein wirklich schweres Anliegen: Der Arzt hatte soeben Darmkrebs bei ihrem Mann diagnostiziert. Es stand eine Operation bevor, dann voraussichtlich eine Chemotherapie.

 

So suchte nun Inga mit ihren Sorgen den Herrn im Tabernakel auf. Nach längerem Gebet war es ihr leichter ums Herz. Sie wollte die Kirche verlassen, da bemerkte sie noch einige Blätter in der letzten Bank. Interessiert las Inga: »Novene zum hl. Judas Thaddäus – Beten Sie dieses Gebet an neun Tagen hintereinander und verteilen Sie jeweils neun Kopien in Kirchen, und Ihre Bitte wird auf jeden Fall erfüllt werden.« Das kam ja wie gerufen, sie würde es auf jeden Fall tun. Dieser Aufwand war es sicher wert, dieses Opfer mußte sie bringen.

  

Damit haben wir einen typischen Fall, was Opfern aus christlicher Sicht nicht ist: Durch bestimmte Gaben oder Handlungen bringe ich Gott dazu, meinen Willen zu erfüllen.

Das würde im besten Fall bedeuten, Gott zu etwas zu überreden, was Er gar nicht will. Und im schlechtesten Fall würde es bedeuten, das Opfer ist für mich eine Art Magie: D. h. Es geht überhaupt nicht mehr um irgend eine Beziehung zu Gott, sondern ich will nur etwas erreichen und gebrauche dazu bestimmte Handlungen und Worte. Dann ist Gott für mich wie ein Automat, in den ich ein paar Münzen werfe und eine Taste drücke, um das Gewünschte zu bekommen.

Um Inga nicht in ein falsches Licht zu rücken, müssen wir natürlich feststellen, daß zwischen ihr und Gott eine persönliche Beziehung besteht, sonst würde sie nicht in ihrer Not den Herrn im Tabernakel aufsuchen. Nur greift sie, in ihrer Situation ganz verständlich, nach etwas, dessen Problematik sie im ersten Augenblick nicht durchschaut. – Die persönliche Beziehung zu Gott ist also ein erstes wichtiges Kriterium für ein richtiges Opfer aus christlicher Sicht.

Ein (un)heimlicher Skandal

Weshalb der Religionsunterricht die Kinder oft von der Religion entfremdet

von Pfr. Dr. François Reckinger

 

In seinem Interviewbuch »Licht der Welt« antwortete Papst Benedikt XVI. auf die Frage, wie es denn möglich sei, daß trotz mehrjährigem Religionsunterricht junge Menschen nur wenig über das Christentum wüßten:

»Das ist eine Frage, die ich mir auch stelle. In Deutschland hat jedes Kind neun bis dreizehn Jahre Religionsunterricht. Wieso dann gar so wenig hängen bleibt, um es mal so auszudrücken, ist unbegreiflich. Hier müssen die Bischöfe in der Tat ernsthaft darüber nachdenken, wie der Katechese ein neues Herz, ein neues Gesicht gegeben werden kann.«

 

Diese klaren Worte des Papstes sind für den »Durchblick« Anlaß, in der aktuellen Ausgabe dem Thema Religionsunterricht breiten Raum zu geben. Im Folgenden legt Pfr. Dr. François Reckinger die katastrophale Lage des gegenwärtigen Religionsunterrichts vor allem anhand häufig verwendeter Religionsbücher dar.

Dr. Reckinger ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des »Arbeitskreis Theologie und Katechese« (s.u.) und beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit diesem Thema. Eine Alternative zu den schlechten Religionsbüchern stellt Thomas Steimer auf den Seiten 18f dieser Ausgabe vor.

Aus vielen Leserzuschriften in katholischen Zeitungen und Zeitschriften geht eine große Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Religionsunterricht hervor: Eltern und teilweise auch die Schüler selbst beklagen seit Jahren, daß der Religionsunterricht zu seicht und oberflächlich sei. Das trifft leider häufig zu. Aber es ist noch nicht das Schlimmste. Es mag zynisch klingen, aber angesichts der Einstellung vieler Religionslehrer erscheint es als das kleinere Übel, wenn diese nur Themen wie Umweltverschmutzung und Dritte Welt behandeln. Denn würden sie mehr über Religion reden, so würden sie die Schüler nur noch mehr verunsichern, der Kirche entfremden oder gar vom Glauben abbringen.

Und wenn Gott wirklich kommt?

Gedanken zum Advent

von P. Martin Baranowski LC

 

Während Kinder im Advent ungeduldig die Tage zählen und dem Weihnachtsfest entgegenfiebern, kann diese Zeit für Erwachsene dem gleichen, was der bekannte englische Kurzfilm »Dinner for one« mit dem Refrain »the same procedure as every year« (»die gleiche Prozedur, wie in jedem Jahr«) karikiert: Alles wird wieder so vorbereitet wie jedes Jahr, ohne viel danach zu fragen, welcher Sinn eigentlich dahinter steht. Doch möchte im Advent das warme und sich ausbreitende Licht des Adventskranzes neu die Frage und die Erwartung wecken: Was wäre, wenn wir nicht alleine feiern müssen, sondern wenn Gott wirklich kommt?

300.000 Embryomodelle verteilt

Politik, Kirche und Medien sprechen wieder über Abtreibung

von Thomas Schührer

 

Am 13.8.2010 stellte der Durchblick e.V. im Rahmen einer Kundgebung in der Innenstadt von Saarbrücken 1.278 Paar Kinderschuhe auf, um zu zeigen, wie viele Kinder im Saarland im Jahr 2009 nach der offiziellen Statistik durch Abtreibung getötet wurden.

 

Es sprachen auch zwei betroffene Frauen. Sie berichteten, welch schlimme Folgen Abtreibung in ihrem Leben hatte.

Frau Ursula Linsin-Heldrich erzählte von dem schweren Leid, durch das sie nach der Tötung ihres Kindes Alkoholikerin geworden war. Auch ihre Ehe zerbrach in der Folge. Durch den Glauben fand sie später die Kraft, ihre Abtreibung zu verarbeiten, ihre Sucht zu überwinden und wieder ein normales Leben zu führen.

Die Sängerin und Liedermacherin Claudia Wellbrock hat ihre Erfahrungen in Liedern verarbeitet und gibt sie in musikalischer Form weiter. Ihre Texte haben viele Passanten emotional bewegt.

Dein Wille geschehe!

Natürlicher und übernatürlicher Gehorsam haben unterschiedliche Gründe

von Dr. Theo Irrgang

 

Ein Fußballspiel am Sonntagnachmittag. Der Trainer bemerkt, daß sein rechter Verteidiger zu langsam ist und stellt in der Pause die Mannschaft um: Günther, der Mittelfeldspieler, soll in die Verteidigung, sieht das aber nicht ein: »Ich kann den Sturm besser mit Vorlagen bedienen.« Der Trainer blieb hart: »Wir brauchen einen schnellen Mann auf dem rechten Verteidigerposten. Peter, der umsichtige, aber nicht so schnelle rechte Verteidiger, übernimmt deine Position. Basta!«

Schon bald bemerkte der Trainer, daß die Umstellung sehr gut war. Die Mannschaft gewinnt, die Fans feiern. Günther aber entschuldigt sich beim Trainer für seine anfängliche Weigerung. Der Trainer sagt ihm nur: »Das nächste Mal gehorchst du schneller – ich weiß, daß es nicht immer leicht ist, dorthin zu gehen, wo man hingeschickt wird«.

 
 

Zitat des Moments

»Wenn die Messe fällt, so liegt das Papsttum.«

Martin Luther in den Schmalkaldischen Artikeln, 1537