Eine Perlenkette mit Kreuz, doch mehr als nur das; ein wiederholungsreiches Gebet, aber mehr als nur dies: Der Rosenkranz ist eine handliche Zusammenfassung unseres Glaubens und eine Weise, ihn zu betrachten. Kreuzzeichen, Glaubensbekenntnis, »Vater unser«, »Gegrüßet seist Du Maria«, »Ehre sei dem Vater« (seit Fatima »O mein Jesus«), dazu die einzelnen Geheimnisse enthalten das Wesentliche in kompakter Form.

Oft wird der Vorwurf laut, hier gehe es zu sehr um Maria anstatt um Jesus. Doch so wie das Leben der Mutter ganz um ihren Sohn kreist, so ist das Zentrum jedes »Ave Maria« der Name Jesus, verbunden mit einem Ereignis seines Erlösungswerkes. Ihn mit den Augen Mariens anschauen und mit ihrem Herzen lieben, Ihm wie sie freudig nachfolgen und dienen – darin liegen Inhalt und Ziel dieses wunderbaren Gebetes, das für den Einfältigsten nicht zu hoch, für den Gebildeten nicht zu gering ist.

In jeder Lage, in Freuden und Leiden, Hoffnungen und Sorgen, in den eigenen Belangen wie denen anderer und der Kirche, ja der ganzen Welt gilt: Nimm und bete den Rosenkranz!

(P. Bernward Deneke)

 

"Der Durchblick" Nr. 77, September 2011


 
 

Zitat des Moments

»Die Kirche [...] kann nicht auf eine einfache Sozialagentur reduziert werden, wo der Dienst am Nächsten nur aus beruflichen oder wirtschaftlichen Gründen heraus oder von allgemeinen humanitären Prinzipien her motiviert ist. Die Kirche ist die Gemeinschaft derer, die die Quelle der Liebe erkennen, die sie zu handeln drängt, nicht aus sich selbst heraus, sondern in Gott.«

Aus einem Kommentar des Erzbischofs von Chieti-Vasto, Bruno Forte, auf die Forderung, die Kirche solle ihren völkerrechtlichen Sonderstatus aufgeben; zitiert von »Radio Vatikan« am 18.08.2007